Cardiospermum halicacabum: Ein Herz für die Haut

Die Schlingpflanze schmückt sich nicht mit auffälligen Blüten. Doch die Kapselfrüchte, die daraus entstehen, erfordern Aufmerksamkeit. Nicht nur der herzförmige Fleck auf den Samen, den man überall wiedererkennen würde. Es ist die Wirkung, die diese Pflanze zum Geheimtipp macht.

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Es war Dr. Willmar Schwabe, der die Ballonrebe (Cardiospermum halicacabum bzw. «Herzsame») 1956 von einer Reise nach Belgisch-Kongo mit nach Hause brachte und in die Homöopathie einführte. Hierzulande ist die Pflanze nicht winterfest, aber in der Homöopathie hat sie rasch Fuss gefasst.

Natürlicher Kortison-Ersatz

In den kugeligen, birnenförmigen Kapselfrüchten befinden sich die schwarzen Samenkörner mit einem herzförmigen, hellen Fleck – daher wird die Pflanze auch «Herzsame» genannt. Zu den wirksamkeitsbestimmenden Inhaltsstoffen zählen Phytosterin, Saponin, Alkaloide und Fettsäuren. Nun, das sagt den meisten nicht viel. Entscheidend ist, wie die Pflanze wirkt: Cardiospermum wirkt entzündungshemmend, antiallergisch und juckreizstillend. Damit hat man schon fast einen Volltreffer gelandet, den viele Hauterkrankungen haben etwas mit Entzündung oder Allergie zu tun, und Juckreiz ist eines der quälendsten Symptome. Eines der stärksten Mittel gegen solche Hauterkrankungen ist Kortison. Interessant ist, dass Cardiospermum sehr ähnlich wirkt. Aufgrund der Eigenschaften dieser Pflanze kann die Ballonrebe wie ein natürlicher Ersatz für Kortison angewendet werden. Nur dass die Pflanze mit den schönen Herzsamen keine der beim Kortison gefürchteten Nebenwirkungen macht. Stattdessen unterstützt sie ganz allgemein den Heilungsprozess der Haut.

Bei Juckreiz und Ekzemen

Cardiospermum wird bei akuten oder chronischen Hautbeschwerden eingesetzt. Ein typisches Einsatzgebiet sind Ekzeme. Dabei handelt es sich um einen Sammelbegriff für nicht ansteckende und juckende Entzündungsreaktionen der Haut und Hautausschläge. Ein Ekzem kann jucken, schuppen, nass oder trocken sein. Bei der Wahl eines Cardiospermum-Mittels zum Auftragen ist es deshalb wichtig, auf die richtige Grundlage zu achten. Eine Cardiospermum-Salbe ist bei trockenen, juckenden Hautausschlägen oder Kontaktekzemen die ideale Wahl. Sie wird mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen. Eine leichtere Creme eignet sich besser bei nässender Haut. Cardiospermum kann auch zur Behandlung von Neurodermitis eingesetzt werden.

Homöopathie von Innen

Bei akuten Krankheitsschüben der Haut oder bei ganzkörperlichen Hautproblemen kann Cardiospermum als homöopathisches Mittel auch in Form von Globuli eingenommen werden. So unterstützt die Pflanze den Heilungsprozess zusätzlich von innen. – Die Ballonrebe meint es wirklich gut mit der Haut.

Von Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin

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