Die Haut vergisst nichts

Tipps zum richtigen Sonnenschutz

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Sonne ist gut für unser Wohlbefinden. Sie hebt die Stimmung und tut unserem Körper gut. Doch wer den ganzen Tag in der prallen Sonne verbringt, sollte sich vor Sonnenstrahlung ausreichend schützen. Diese kann nämlich auch ziemlich gefährlich werden. Worauf müssen wir achten, um den Spass in der Sonne nicht zu verlieren?

Von Jeannette Enders


Ob Sommerferien am Meer oder Wintersport in den Bergen: Wird die Haut nicht entsprechend vor den UV-Strahlen geschützt, riskiert man einen Sonnenbrand, schnelle Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs.

Was ist eigentlich 
UV-Strahlung?

Sonnenstrahlen setzen sich aus Wärme spendenden Infrarotstrahlen, den sichtbaren Lichtstrahlen und den UV-Strahlen zusammen. UV-Strahlung ist die Abkürzung für ultraviolette Strahlung. Diese Strahlung ist kurzwelliger und energiereicher als das sichtbare Licht und wird dadurch nicht wahrgenommen. Es gibt drei Arten von UV-Stahlen: UV-A-,
UV-B- und UV-C-Strahlen. Während die UV-C-Strahlen durch die Ozonschicht nicht bis zur Erdoberfläche gelangen, können UV-A- und UV-B-Strahlen die Haut nachhaltig schädigen.

Die unsichtbare Gefahr

Dringen zu lange UV-Strahlen in unsere Haut ein, fängt sie nach einigen Stunden an, sich zu röten. Durch eine Erweiterung der Blutgefässe steigert sich die Durchblutung. Die bestrahlte Haut beginnt anzuschwellen, zu jucken oder gar zu schmerzen. Nach solch einem Sonnenbrand erholt sich die Haut wieder – zumindest oberflächlich. Die Rechnung kommt später: Vor allem die langwelligen UV-A-Strahlen, die in die tiefen Hautschichten eindringen, bewirken eine beschleunigte Hautalterung, eine Hautpigmentierung oder gar Schäden im Erbgut, die zu Hautkrebs führen.

Wie funktioniert es?

Ursprünglich wurde Sonnencreme zum Schutz von Menschen entwickelt, die tagsüber im Freien arbeiten. Es gibt sie als Creme, Spray, Gel, Öl oder Lotion. Im Wesentlichen besteht sie aus Wasser, Öl, Emulgatoren, Duftstoffen, Feuchtigkeitsspendern sowie den UV-Filtern, die den natürlichen Schutz der Haut erweitern. Hier kommt der physikalische und/oder chemische Effekt zum Tragen.
Die physikalischen Filter, die aus weis­sen Metalloxiden, z. B. Zinkoxid, bestehen, wirken auf der Hautoberfläche. Die chemischen Filter dringen in die Haut ein und bilden mit ihr einen Schutzfilm. Dabei wandeln sie UV-Strahlen in ungefährliche Energie, nämlich Infrarotlicht, um. Sonnenschutzmittel ohne Emulgatoren dringen nicht in die Haut ein.

Sonnenschutzdauer

Der natürliche Hautschutz wird durch den Farbstoff Melanin gebildet. Helle Hauttypen bilden weniger Melanin und haben eine empfindlichere Haut als dunklere Hauttypen. Entsprechend haben hellere Hauttypen nur eine Eigenschutzzeit von wenigen Minuten, für Dunkelhäutige kann sie mehr als eine Stunde betragen.
Auf den Sonnenschutzmitteln ist der Lichtschutzfaktor, kurz LSF, angegeben. Ein hoher LSF steht für eine hohe Schutzwirkung. Zur Vereinfachung wird auf den Verpackungen neben dem LSF auch die Schutzklasse des Sonnenschutzmittels angegeben: niedrig, mittel, hoch und sehr hoch. Ein Sonnenschutz sollte nicht nur gegen UV-B-, sondern auch gegen UV-A-Strahlung schützen, was anhand eines UV-A-Siegels auf der Verpackung zu erkennen ist. Aber Achtung: Selbst Sonnenschutzmittel mit einem hohen LSF sind kein Freipass für stundenlanges Sonnen.     

 

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