Eisenmangel hat viele Gesichter

Blass? Müde? Haarausfall?

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Eisen ist für unseren Körper lebensnotwendig! Erst durch Eisen können unsere roten Blutkörperchen den Sauerstoff binden und zu den Zellen transportieren. Ausserdem ist dieses Spurenelement bei der Muskelarbeit und beim Eiweissstoffwechsel beteiligt.

Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag 10 mg Eisen für Männer und sogar 15 mg Eisen für Frauen. Eine mangelnde Aufnahme über die Nahrung kann jedoch eine negative Eisenbilanz bewirken – eine unausgewogene oder vegetarisch-vegane Ernährung erhöht das Risiko. Es kann aber auch ein erhöhter Bedarf vorliegen – insbesondere während der Schwangerschaft verdoppelt er sich. Ein hoher Blutverlust ist ein weiterer Faktor. So verliert eine Frau rund 50 ml Blut bei jeder Menstruation – dies entspricht etwa 25 mg Eisen. Und manchmal kann das Eisen im Darm nicht gut aufgenommen werden. Dies kann bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa der Fall sein. Ebenso kann die Dünndarmschleimhaut infolge einer Glutenunverträglichkeit gereizt sein.

Der Eisen-Check
Müdigkeit ist eine klassische Erscheinung von Eisenmangel. Sie kann einhergehen mit verminderter geistiger und körperlicher Fitness. Eine gedrückte Stimmung, Kopfschmerzen und Schlafprobleme sind weitere Indizien. Und falls Sie gerade viele Haare verlieren, brüchige Fingernägel haben oder an eingerissenen Mundwinkeln leiden, ist ein Defizit ebenfalls denkbar. Kälteempfindliche Menschen mit einer blassen Haut, die zudem sehr infektanfällig sind, kommen ebenfalls in Betracht. Je mehr Punkte also auf Sie zutreffen, desto wahrscheinlicher ist ein Eisenmangel. Einen Verdacht kann Ihr Arzt übrigens durch eine einfache Blutuntersuchung leicht aufdecken.


Mythos Spinat & Co.

Es werden zwei Arten von Eisen in der Nahrung unterschieden. Das tierische Eisen kann unser Körper dabei dreimal besser aufnehmen als pflanzliches Eisen. Viel Eisen befindet sich in rotem Fleisch und Innereien – so stecken in 100 g Schweineleber rund 18 mg Eisen. Und für ein pflanzliches Nahrungsmittel enthält Popeyes Spinat-Kraftnahrung zwar tatsächlich relativ viel Eisen, allerdings viel weniger als jahrelang propagiert – in der Literatur kursierte nämlich lange ein Kommafehler. Tatsächlich ist der Gehalt in Hülsenfrüchten wesentlich höher.
Ein altes Hausmittel empfiehlt zudem Äpfel, die zuvor eine Zeit lang mit rostigen Eisennägeln bespickt wurden. Sinnvoll? Der saure Apfel löst tatsächlich etwas verwertbares Eisen aus den Nägeln. Doch die Menge lässt sich schlecht kontrollieren – also lieber Finger weg. Liegt bereits ein grosser Eisenmangel vor, ist das Schlucken hochdosierter Eisenpräparate vorzuziehen. Ist dies nicht erfolgversprechend, kann der Arzt eine Eiseninfusion in Betracht ziehen. So können Sie wieder eisenstark durchstarten!

 

 

 

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