Keine Schmerzen mehr 
und Rückkehr der Sehkraft

Margot Ridolfi (74) ist leidenschaftliche Markt­fahrerin – auf fast 70 Märkten ist sie jedes Jahr mit ihrem Imbiss­wagen präsent. Dass die lebensfrohe Rorschacherin trotz Grünem Star auch heute noch unbeschwert mit ihrer Hündin Kira spazieren gehen und Würste und Hamburger perfekt auf den Punkt braten kann, hat sie einer Ärztin zu verdanken – und speziellen Augenimplantaten.

«Manchmal sitze ich vor dem Fernseher und kneife das rechte Auge zu – für das linke Auge brauche ich nämlich keine Brille mehr», sagt die Rorschacherin Margot Ridolfi und strahlt. «Auf dem einen Auge sehe ich 100 Prozent und auf dem anderen zwischen 80 und 100 Prozent.» Nicht immer aber war es um die Sehkraft der 74-jährigen Ostschweizerin so gut bestellt. Sehprobleme und Schmerzen in den Augen erschwerten ihr die Arbeit – und dabei ging es um die Wurst, buchstäblich: Margot Ridolfi ist nämlich Marktfahrerin, und dies schon seit 50 Jahren. Mit ihrem Imbisswagen bereist sie jährlich bis zu 70 Ostschweizer Märkte, wo sie feine Snacks unter die Leute bringt: «Hamburger, Hotdogs, Würste, Pommes.» Die gelernte Schneiderin ist dabei nicht nur für das Bräteln zuständig, auch alles andere rund ums Märtfahren macht sie selber: vom Einladen, Fahren, Ausladen bis zum Kassieren. «Ich stehe amigs um 6 Uhr auf und bin oft erst nach Mitternacht zuhause. Das ist schon streng. Aber ich bin meine eigene Chefin, das gefällt mir

Schmerzen und Lähmungserscheinungen

Zehn Jahre ist es her, dass Margot Ridolfi mit ihrem Imbisswagen einmal mehr am See stand: «Da hat es ganz schön ‚gezücht‘. Auf einmal realisierte ich, dass meine Augen schmerzen.» Irgendwann, so Ridolfi, hatte sie in der linken Gesichtshälfte plötzlich eine Lähmung. «Mein Mund wurde ganz schräg.» Anlässlich der Untersuchungen fand man heraus, dass Margot Ridolfi – unabhängig von den Lähmungserscheinungen – einen zu hohen Augeninnendruck hatte. Man schickte sie zur Gesichtsfeldmessung: «Der Doktor hat Pünktli aufblitzen lassen – und jedes Mal, wenn ich ein Pünktli sah, musste ich einen Knopf drücken. Manchmal habe ich auch gedrückt, wenn ich keins gesehen habe. Aber der Doktor hat dann gemerkt, dass ich versucht habe z ‹bschiisse›», lacht Ridolfi. Dass Margot Ridolfi einige Punkte weiter aussen nicht mehr sehen konnte, war ein Indiz dafür, was sich bereits durch den zu hohen Augeninnendruck abzeichnete: Margot Ridolfi litt am Grünen Star, einer Augenerkrankung, bei der sich das Gesichtsfeld sukzessive verringert. Ursache dafür ist eine chronische Durchblutungsstörung des Sehnervs, die häufig durch eine Druckerhöhung im Auge hervorgerufen wird. Ein erhöhter Augeninnendruck entsteht, wenn der Abfluss des Kammerwassers – das ist die Flüssigkeit im Auge, die sich ständig erneuert – behindert ist.

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