Ständig unter 
Strom
 oder 
am Limit?

Stress gehört zum Leben und kann uns zu Höchstleistungen führen. Doch wenn der Ausgleich fehlt, wird es gefährlich.

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Zu viel Stress auf lange Zeit macht krank! Was ist Stress? Welche Faktoren lösen ihn aus und wie kann ich mit der Belastung umgehen? 

Von Jeannette Enders  

Auf der Arbeit, in der Schule oder zu Hause: Wir alle stehen heutzutage unter ständig wachsendem Leistungs- und Zeitdruck. Stress als andauernde Belastung kann uns krank machen. Doch Stresssituationen lassen sich vermeiden und bewältigen.  

Was ist Stress? 

Aus medizinischer Sicht gesehen ist Stress eine Reaktion des Körpers, die den Organismus kurzfristig leistungsfähig machen soll. Im Normalfall lassen die Folgen der Stressreaktion schnell nach. Hält der Stress hingegen andauernd an, kann er Körper und Seele ernsthaft schaden.  

Einfluss auf den 
Körper verstehen 

Die Auswirkungen: Das Immunsystem leidet, das Risiko für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems steigt und die Wahrscheinlichkeit für psychische Erkrankungen wird grösser. Während bei positivem Stress meist auch Glückshormone beteiligt sind, werden bei belastendem Stress über lange Zeit die Stresshormone nicht abgebaut und die körperliche Anspannung bleibt. Ändern wir diese Situation nicht, führt das zu Dauerstress, Verschleiss und schliesslich zu Stresssymptomen mit Krankheit als Folge.  

Psychische 
Folgen 

Stress hat auch psychische Folgen. Oft lange ignoriert oder nicht erkannt führen Unruhe, Konzentrationsschwäche oder Angststörungen erst dann zum Arzt, wenn die Erschöpfung so gross ist, dass es zu einer Lebenskrise gekommen ist. Insbesondere in den westlichen Indus­trie-Nationen hat sich dabei das Burn-out-Syndrom zu einer «Volkskrankheit» entwickelt.  

Ausgebrannt und völlig erschöpft: Burn-out! 

Burn-out kommt aus dem englischen und heisst übersetzt ausbrennen. Bei dem Burn-out-Syndrom handelt es sich um einen Risikozustand, in welchem man sich in einer totalen körperlichen und psychischen Erschöpfung befindet und der zu einer psychischen Erkrankung führen kann. In dieser Lebenskrise fühlt man sich längere Zeit überfordert, unter Druck, wird lustlos und zieht sich zunehmend zurück.  

Körperliche Beschwerden 
bei Burn-out 

Burn-out geht mit zahlreichen körperlichen Symptomen einher. Dazu gehören u. a. Herz-Kreislauf-Probleme mit Schwindel und Herzstolpern, Magen-Darm-Störungen wie Blähungen, Durchfall, Kopf- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen sowie Tinnitus oder Hörsturz. Verspannungen, Bandscheibenvorfälle und Abwehrschwäche sind weitere Symp­tome.  

Welche Ursachen hat 
Burn-out? 

Immer mehr gerät der Betroffene in einen Teufelskreis von Leistungsbereitschaft und Überforderung. Eine lange private und/oder berufliche Überforderung geht in einen Leistungsabfall über. Dem Stress fühlt man sich nicht mehr gewachsen. Vorstellen muss man sich das wie ein jahrelanges Feuerwerk von Stresshormonen auf den Stoffwechsel des Gehirns.  

Arzt 
aufsuchen! 

Halten körperliche oder psychische Symptome lange an, sollte auf jeden Fall ein Arzt aufgesucht werden, um die Ursachen zu klären und Beschwerden zu behandeln. Allein kann sich ein Betroffener kaum aus dem Erschöpfungszustand befreien.

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