Testen Sie Ihr Wissen

Heuschnupfen-Quiz

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In der Schweiz sind bis zu 
20 % der Bevölkerung von 
Heuschnupfen betroffen. Die Symptome dieser Allergie können sehr unangenehm sein. Wer die wichtigsten Fakten kennt, kann besser mit der Erkrankung umgehen.

Von Christiane Schittny, Apothekerin

Eine Pollenallergie entsteht dadurch, dass unser Körper plötzlich Antikörper gegen Bestandteile von normalerweise völlig harmlosen Pollen bildet. Warum das Immunsystem mit derart gesteigerter Abwehr reagiert, ist noch nicht völlig klar.
Bekannt sind hingegen viele andere Fakten zum Thema Heuschnupfen. Testen Sie Ihr Wissen rund um dieses Thema und erfahren Sie, was Sie selbst tun können, um möglichst unbeschadet durch die Pollensaison zu kommen.

 

Was sind typische Symptome bei Heuschnupfen?

a Kopfschmerzen und Übelkeit
b tränende Augen und eine laufende Nase
c Hustenreiz und Schluckbeschwerden

Antwort b ist richtig. Pollen aus der Luft gelangen zuerst in die Atemwege und in die Augen. Die Nasenschleimhaut schwillt an und die Nase kann verstopfen oder anfangen zu laufen. Hinzu kommt häufig ein starker Juckreiz, der zu Niesattacken führen kann. In den Augen entzündet sich die Bindehaut. Daraus folgen gerötete, geschwollene und tränende Augen, die unangenehm jucken können.


Wann tritt Heuschnupfen typischerweise auf?

a meist das ganze Jahr über in unterschiedlicher Intensität
b vor allem im Winter, wenn die Luft kalt und trocken ist
c saisonal, immer zur gleichen Jahreszeit

Antwort c ist richtig. Heuschnupfen tritt saisonal auf. Schon ab Ende Januar blühen Bäume wie Hasel oder Erle. Wenig später, im März und April, können Birke oder Esche für allergische Reaktionen sorgen. Im Frühsommer blühen vor allem Gräser und Getreide, im Spätsommer Kräuter wie Wegerich und Beifuss. Ein «Heuschnupfen», der das ganze Jahr anhält, könnte auf Hausstaubmilben oder Pilzsporen zurückzuführen sein.

Welche Pollenart löst am häufigsten Heuschnupfen aus?

a die Pollen von Nadelbäumen in den Wäldern
b die Pollen von einheimischen Obstbäumen
c die Pollen der Gräser in Futterwiesen oder auf Feldern

Antwort c ist richtig. Rund 70 % der Pollenal­lergiker reagieren auf Gräserpollen. Diese Pflanzenfamilie umfasst weltweit fast tausend verschiedene Arten, von denen aber längst nicht alle Allergien auslösen. Hochallergen sind allerdings hochwachsende Gräser in Futterwiesen oder auch Getreidearten wie Mais und Roggen. Blütenpollen von Nadelhölzern lösen in der Regel keine Allergien aus.

Muss bei Verdacht auf Heuschnupfen ein Arzt konsultiert werden?

a nein, da es sich ja nur um vorübergehende Symptome handelt
b ja, denn so kann der Heuschnupfen richtig behandelt werden
c Das hängt vom Alter und vom allgemeinen Gesundheitszustand ab.

Antwort b ist richtig. Aus einem unbehandelten oder unzureichend kontrollierten Heuschnupfen können sich andere Erkrankungen wie z. B. eine Sinusitis entwickeln oder gar ein allergisches Asthma. Viele Betroffene haben trotz Behandlung weiterhin Symptome und sind in ihren täglichen Aktivitäten, der Arbeit, der Schule und ihrem Sozialleben eingeschränkt. Die neuen Behandlungsrichtlinien empfehlen beispielsweise, die Wirkung anhand einer Skala zu beurteilen, sodass die Therapie entsprechend angepasst werden kann. Je früher und gezielter ein Heuschnupfen behandelt wird, desto besser bekommt man ihn in den Griff und desto besser sind die Prognosen.


Ist Heuschnupfen heilbar?

a In der Regel ist Heuschnupfen nicht heilbar.
b Durch eine gesunde Lebensweise kann man Heuschnupfen heilen.
c Ja, Heuschnupfen ist mit der richtigen Therapie heilbar.

Antwort a ist richtig. Leider sind Allergien nicht heilbar. Jedoch kann man mit einer spezifischen Immuntherapie gute Erfolge erzielen. Diese hat zum Ziel, den Körper ganz langsam an den Allergieauslöser zu gewöhnen. Das Immunsystem wird dadurch so modifiziert, dass es nicht mehr überreagiert, wenn es mit dem Allergen in Kontakt kommt.

Wie kann man den Kontakt mit Pollen möglichst meiden?

a Bei Regen ist der Pollenflug stärker, also dann lieber zu Hause bleiben.
b Es sind so viele Pollen in der Luft – denen kann man kaum ausweichen.
c Mit einigen Tricks kann man sich durchaus vor Pollen schützen.

Antwort c ist richtig. Über den aktuellen Pollenflug kann man sich mithilfe der Pollenflugvorhersage orientieren. Ferien am Meer oder in den Bergen versprechen eine geringere Pollenbelastung. Bei windigem Wetter sollte man lieber zu Hause bleiben und die Fenster geschlossen halten, vor dem Schlafengehen die Haare waschen und getragene Kleider nicht im Schlafzimmer lagern.

Welche Medikamente helfen bei Heuschnupfen?

a vor allem Antihistaminika und Kortikosteroide
b vor allem Immunsuppressiva und Vitamin D
c vor allem NSAID und Antiinfektiva

Antwort a ist richtig. Für die symptomatische Behandlung gibt es Nasensprays, Augentropfen und Medikamente zum Einnehmen. Antihistaminika hemmen die Wirkung des körpereigenen Histamins, welches hauptsächlich für die allergische Reaktion verantwortlich ist. Kortikosteroide wirken vor allem stark entzündungshemmend.

Bei unzureichend kontrollierten Beschwerden empfehlen die neuesten Behandlungsrichtlinien eine Kombination von Antihistaminikum mit Kortikosteroid, um die Allergie in den Griff zu bekommen. Eine solche Kombination kann vom Arzt verschrieben werden.

Ob die Beschwerden durch die aktuelle Therapie ausreichend kontrolliert werden oder nicht, kann z. B. mit der wissenschaftlich fundierten AllergieTagebuchApp von MACVIAARIA überprüft werden.

 

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