Homöopathie: Heuschnupfen individuell behandeln

Der Frühling ist schön! Er versprüht Frühlingsgefühle und schenkt Schmetterlinge im Bauch. Pollenallergiker aber verspüren vor allem eins: ein Kribbeln in der Nase. Während die klassische Schulmedizin alle mit demselben Ansatz behandelt, geht Homöopathie auf die unterschiedlichen Beschwerden ein.

iStock / filmfoto

Niesattacken, eine laufende Nase, brennende Augen und ein juckender Hals – die Beschwerden von Heuschnupfen geplagten sind keine Lappalie. Sie können zur echten Belastung werden und einem die schöne Jahreszeit so richtig vermiesen. Bei Allergikern versteht der Körper nicht, dass Pollen im Grunde völlig harmlos sind. Die Beschwerden entstehen, weil sich die hochempfindlichen Schleimhäute von Augen, Nase und Rachen mit allen Mitteln gegen die winzigen Eindringlinge wehren. Unbehandelt kann ein Heuschnupfen auch weiterreichende Folgen haben, wenn sich daraus zum Beispiel ein Asthma mit Atemnot entwickelt.

Wer auf Pollen von Frühblühern wie Hasel oder Weide allergisch reagiert, muss sich oft bereits ab Februar seiner Allergie stellen. Für die Mehrheit der Pollenallergiker aber beginnt die Saison gerade jetzt mit dem Auftreten der ersten Gräserpollen. Den Höhepunkt erreicht die Gräserpollen-Allergie dann zwischen Mitte Mai bis Mitte Juli, sie kann aber bis in den September hinein fortdauern.

Individuell behandeln

Leider ist es fast unmöglich, den Pollen aus dem Weg zu gehen. Weil Heuschnupfen so weit verbreitet ist und jährlich wiederkehrt, ist das Interesse an einer möglichst schonenden Behandlung gross. Bei der Bekämpfung der lästigen Symptome hat sich die Behandlung mit Homöopathie bei Erwachsenen und Kindern gut bewährt. Dafür muss man nicht extra zum Homöopathen gehen. Apotheken und Drogerien führen Mittel, die in der Selbsttherapie angewendet werden können. Einer von vielen Vorteilen ist, dass verschiedene homöopathische Mittel zur Verfügung stehen, je nach individuellen Hauptbeschwerden. Es gibt zum Beispiel Basismittel mit einer ausgewogenen Kombination von Wirkstoffen, die bei Heuschnupfen mit brennenden Augen, Tränenfluss und geschwollenen Nasen- und Augenschleimhäuten eingesetzt werden. Zusätzlich können die Nasenschleimhäute mit Nasen-Duschen und befeuchteten Nasensprays sanft von Pollen gereinigt werden.

Andere homöopathische Mittel sind speziell zur Behandlung einer Blütenpollen-Allergie konzipiert, wenn die Augen besonders stark gereizt sind, sehr starker Juckreiz besteht und Atemschwierigkeiten auftreten. Ein anderes homöopathisches Mittel hilft bei Gräserpollenallergie besonders gut. Hier sind die Augen oft besonders stark betroffen. Weil viele Pollen auch an den Lidrändern haften bleiben, ist es sinnvoll, auch eine Lidrandpflege zu integrieren.

Der Vorteil der Homöopathie ist, dass es für die unterschiedlichen Ausprägungen von Heuschupfen auch verschiedene Mittel gibt, und dass diese Mittel untereinander kombiniert werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass keine Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten entstehen können. Wichtig: Die Behandlung sollte ohne Unterbuch durchgeführt werden, auch wenn es zwischendurch ein paar beschwerdefreie Tage gibt.

Vorbeugen

Übrigens: Es muss mit der Behandlung nicht gewartet werden, bis die Symptome da sind. Diese homöopathischen Mittel können bei Erwachsenen und Kindern auch vorbeugend eingesetzt werden. Man verwendet dazu dasselbe Mittel, das einem auch in der Akutphase der Pollenallergie am besten geholfen hat. Idealerweise beginnt man damit bereits zwei Monate vor den erwarteten Beschwerden. Für manchen Gräserallergiker ist es also noch nicht zu spät! Für alle anderen heisst es: Jetzt behandeln, herausfinden, welches Mittel gut wirkt und nächstes Jahr rechtzeitig mit Vorbeugen beginnen, damit die Schmetterlinge im Bauch gewinnen.

Von Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin

Medienpartner

Grosspeterstrasse 23
CH-4002 Basel
Telefon: +41 58 958 96 96
E-Mail: info@mt-public.ch

© Copyright 2015 - Swissprofessional Media AG