Natürliches Superfood: Zwei Naturstoffe im Rampenlicht

Coenzym Q10 und Kurkuma – moderne Wissenschaft und uralte Medizin. Eine kurze Zusammenfassung über zwei aussergewöhnliche Erfindungen der Natur.

iStock / Aarmulya

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass unsere Ernährung die Quelle unserer Gesundheit ist. Die Auswirkungen sind grösser, als bisher angenommen. Es wird Zeit, sich dieses Wissen zunutze zu machen.

Coenzym Q10

Energie für Körper und Geist

Eine der faszinierendsten Entdeckungen der modernen Ernährungswissenschaft ist Coenzym Q10. Der vitaminähnliche Stoff ist ein natürlicher Nahrungsbestandteil, wird aber auch vom Körper selbst gebildet. Coenzym Q10, auch Ubiquinon oder kurz Q10 genannt, ist in jeder Körperzelle zu finden. Ohne Q10 können Zellen keine Energie gewinnen. Ohne Energie kön¬nen sie nicht funktionieren und ster¬ben ab. Ausserdem ist Q10 ein wirkungsvolles Anti¬oxidans und ein star¬ker Radikalfänger. In Kombination erklären diese beiden Eigen¬schaften eine Reihe der beobachteten Ef¬fekte: Coenzym Q10 steigert generell die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit, schützt vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, stärkt das Immunsystem, wirkt unter¬stützend bei chronischen Erkrankungen, verlangsamt das Fortschreiten von Ner¬venerkrankungen und wirkt auch Krebs entgegen.

Unser Organismus stellt Coenzym Q10 selbst her, allerdings beginnt diese Produktion bereits ab einem Alter von 40 deutlich zu sinken. Q10 wird auch mit der Nahrung aufgenommen. Allerdings gestaltet sich die Aufnahme aus der Nahrung etwas schwierig, nur ein Bruchteil davon kommt tatsächlich bei den Zellen an. Es gibt jedoch bestimmte Nahrungsergänzungsmittel, die der Natur mit einem kleinen Trick auf die Sprünge helfen: Sie verwenden eine besondere Technologie, die es dem Körper erlaubt, Q10 praktisch vollständig aufzunehmen. Es handelt sich dabei beispielsweise um sogenannte Mizellen natürlichen Ursprungs, die den Nährstoff umschliessen und seine Aufnahme in den Körper unterstützen. Dadurch beträgt die Bioverfügbarkeit fast 100%. Damit erreicht man natürlich auch mehr, wenn es darum geht, die Energiespeicher wieder aufzufüllen.

Kurkuma

Zellschutz, Vitalität und Energie

Kurkuma gehört zur Familie der Ingwergewächse. Es hat seinen Ursprung in der ayurvedischen Medizin und in der indischen Küche. Es ist ein wichtiger Bestandteil von Currymischungen. In der Wurzel stecken wichtige ätherische Öle und Pflanzenstoffen, die sogenannten Curcuminoide. Ihnen spricht man reinigende, entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung zu. Es wird von der WHO (World Health Organization) zur Behandlung von Verdauungsbeschwerden empfohlen. Andere Einsatzgebiete sind entzündlichen Erkrankungen des Darmes wie dem Reizdarmsyndrom oder bei Entzündungen der Gelenke in Form von Rheuma. Aber auch Zivilisationskrankheiten wie Arteriosklerose, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sollen mit Kurkuma bekämpft werden können. Es schützt möglicherweise auch vor Krebs und vor neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer-Demenz. In Zukunft wird es sicherlich ausführlichere Studien auf diesen Gebieten geben.

Ähnlich wie beim Q10 gestaltet sich auch die Aufnahme dieses fettlöslichen Stoffes etwas schwierig, wurde in bestimmten Nahrungsergänzungsmittel jedoch mit derselben speziellen Technologie maximiert. Diesbezüglich bestehen zwischen den verschiedenen Anbietern also Unterschiede, die berücksichtigt werden können.

Von Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin

Medienpartner

Grosspeterstrasse 23
CH-4002 Basel
Telefon: +41 58 958 96 96
E-Mail: info@mt-public.ch

© Copyright 2015 - Swissprofessional Media AG