Sonnenhut bei Erkältung und Grippe

Nur auf Präparate, die in Studien untersucht worden sind, ist Verlass.

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Erkältung und Grippe sind der häufigste Grund für Absenzen am Arbeitsplatz und in der Schule. Der Rote Sonnenhut (Echinacea) ist dafür bekannt, das Immunsystem zu stärken, Ansteckung zu reduzieren und die Heilung zu beschleunigen. – Und das zaubert er alles unter seinem hübschen Hut hervor? 

Von Dr. pharm. Chantal Schlatter, Apothekerin

Die Anwendung von Echinacea purpu­rea, dem Roten Sonnenhut, hat eine lange Tradition. Schon die Indianer Nord­amerikas haben damit Husten, Hals­schmerzen und Verletzungen geheilt. Die zahlreichen Präparate, die heute im Handel sind, blicken auf eine bewegte Geschichte zurück. Wirkt er nun oder wirkt er nicht? Das ist ja nicht etwas, was wir an seinen Blütenblättern abzäh­len können.

Viele verschiedene Stoffe

Warum kann es manchmal so schwierig sein, die Wirksamkeit eines pflanzlichen Mittels zu beweisen? Eine Pflanze be­steht nicht nur aus einem Stoff, den es zu untersuchen gilt. Sie ist ein Gemisch aus den unterschiedlichsten Stoffen. Zur Anwendung als pflanzliches Arzneimittel werden diese Stoffe in Form eines Ex­traktes aus bestimmten Teilen der Pflan­ze gewonnen. Doch je nachdem, wo die Pflanze gewachsen ist, welche Teile verwendet werden, ob sie trocken oder frisch verarbeitet werden, welches Ex­traktionsmittel zum Einsatz kommt, kann die Zusammensetzung des Endproduk­tes sehr stark variieren. Und damit auch seine Wirkung. Kein Wunder, kommt man zu unterschiedlichen Ergebnissen je nach Produkt, das man untersucht.

Standardisierter Extrakt

Eine seriöse Firma, die pflanzliche Arzneimittel herstellt, ist deshalb sehr darauf bedacht, alle Prozesse zu stan­dardisieren, damit am Ende ein stan­dardisierter Extrakt entsteht. Dieser Ex­trakt, sagen wir, es sei der Extrakt des Sonnenhuts, ist von gleichbleibender Zusammensetzung und Qualität. Die­sen kann man nun in klinischen Studien auf seine Wirksamkeit untersuchen und mit anderen Produkten vergleichen. Die Ergebnisse, die man dadurch für die­sen Echinacea-Extrakt gewonnen hat, können damit aber nicht auf Echinacea-Extrakte anderer Firmen übertragen wer­den. Sie gelten nur für den untersuchten Extrakt.

Ein Hut, der sich lohnen tut

Es wird an vielen Orten der Welt über Echinacea geforscht. In unseren Breiten sind vor allem die Erkenntnisse aus Un­tersuchungen und klinischen Studien mit einem Echinacea-Extrakt namens Echi­naforce® von Bedeutung. Er hat eine antivirale Wirkung gezeigt und auch im Einsatz bei Kranken seine Wirkung be­wiesen. Vor allem Personen mit geschwächtem Immunsystem oder einem stressigen Lebensstil, Personen, die im Winter häufig erkältet sind, sowie Raucherinnen und Raucher profitieren von einer (vorbeugenden) Anwendung.
Die Prophylaxe mit Echinacea kann je­derzeit begonnen werden, idealerweise aber schon im Oktober/November, wenn die ersten Erkältungsviren anzutreffen sind. Und haben die Viren doch zuge­schlagen, beschleunigt Echinacea die Heilung. Damit hilft der Rote Sonnen­hut auch, Komplikationen vorzubeugen, sowie Schmerzmittel und Antibiotika ein­zusparen. - In der Apotheke oder Drogerie zaubert man gerne ein Produkt geprüfter Qualität unter der Theke hervor!

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