Unser Gehirn - richtig oder falsch?

Jedes Jahr erleiden rund 22'000 Personen in der Schweiz eine Hirnverletzung. Kennen Sie die wichtigsten Fakten?

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Richtig oder falsch? 

Der Mensch nutzt nur 10 Prozent seiner Hirnkapazität.

Falsch. Das ist ein Mythos. Es stimmt aber, dass wir nicht immer das ganze Hirn brauchen, gewisse Regionen schalten sich sozusagen nur bei bestimmten Aktivitäten ein. 

Das Gehirn besteht aus Millionen Neuronen.

Falsch. Es sind nicht nur Millionen, sondern ca. 100 Milliarden Neuronen. Würde man sie aneinanderreihen, würden sie den Mond erreichen. 

Die drei häufigsten Arten von Hirnverletzungen sind Schlaganfälle, Schädel-Hirn-Traumata und Hirntumore.

Richtig. Jedes Jahr erleiden in der Schweiz rund 16'000 Personen einen Schlaganfall, auch Hirnschlag genannt, und 3000 bis 5000 Personen ein Schädel-Hirn-Trauma. Gegen 600 Personen erkranken an einem Hirntumor. 

Die Folgen einer Hirnverletzung hängen von ihrer Schwere ab und davon, welche Hirnregion betroffen ist.

Richtig. Im Broca-Areal in der linken Hirnhälfte befinden sich mehrere Bereiche des Sprachzentrums. Dort wird die Produktion von Sprache gesteuert. Ist das Areal verletzt, haben die Betroffenen Schwierigkeiten sich auszudrücken, sie finden die richtigen Wörter nicht oder vertauschen deren Reihenfolge. 

Mit dem Rauchen aufzuhören, verringert das Schlaganfall-Risiko.

Richtig. Nichtraucher haben ein um 20 Prozent tieferes Schlaganfall-Risiko. Nach drei bis fünf rauchfreien Jahren ist das Risiko bei Ex- und Nichtrauchern gleich hoch. 

Wenn jemand einen Schlaganfall hat, merkt man das nicht.

Falsch. Eine halbseitige Lähmung oder Muskelschwäche im Gesicht, Arm oder Bein, Seh- oder Sprachstörungen, wie zum Beispiel Schwierigkeiten bei der Wortfindung, sind Symptome eines Schlaganfalls. Es gilt dann, sofort die Ambulanz unter der Nummer 144 anzurufen. 

Es ist nicht möglich, die durch einen Schlaganfall verlorenen Fähigkeiten wiederzuerlangen.

Falsch. Mit den richtigen Therapien können Menschen mit Hirnverletzung viele Fähigkeiten wiedererlangen, die verloren schienen. Das ist das Tätigkeitsgebiet der Rehabilitation und Neurorehabilitation.

Die schweizerische Vereinigung FRAGILE Suisse und ihre 11 Regionalvereinigungen unterstützen in der ganzen Schweiz Menschen mit einer Hirnverletzung, Angehörige und Fachleute. Die Dienstleistungen umfassen Beratung, Begleitetes Wohnen, Kurs- und Weiterbildungsangebote, Selbsthilfegruppen und Treffpunkte. In der Öffentlichkeit, in Institutionen und in der Politik setzt sich die gemeinnützige Organisation zudem für die Interessen von Betroffenen und Angehörigen ein.

 

Stand der FRAGILE an der BrainFair:
Montag, 12. März 2018 bis Samstag, 17. März 2018 (ohne Dienstag, 13. März 2018)

Frauenklinikstrasse 10, Universitätsspital Zürich
grosser Hörsaal Nord I
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Sa: 11:00 bis 14:00 Uhr

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